Kanzleien & Steuerberatung

KI für Kanzleien und Steuerberater – mit Mandatsgeheimnis

Schriftsätze, Mandantenkorrespondenz, Recherche, Fristen – in kaum einer Branche steckt so viel Text wie in Kanzleien und Steuerberatungen. Gleichzeitig gilt das Berufsgeheimnis. Ein privater KI-Zugang scheidet damit aus. Diese Seite zeigt, welche Voraussetzungen ein KI-Dienstleister für Berufsgeheimnisträger erfüllen muss und wie novendix.AI das umsetzt.

Verschwiegenheit nach § 203 StGB vertraglich geregeltHosting in DeutschlandPersönlicher Ansprechpartner

Was das Berufsrecht verlangt

Seit 2017 dürfen Berufsgeheimnisträger externe Dienstleister einbinden, wenn diese ordnungsgemäß zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Die wichtigsten Punkte:

  • § 203 StGB. Die Offenbarung gegenüber mitwirkenden Personen ist zulässig, soweit es für deren Tätigkeit erforderlich ist. Wer einen Dienstleister nicht zur Geheimhaltung verpflichtet, kann sich selbst strafbar machen.
  • § 43e BRAO und § 62a StBerG. Dienstleister sorgfältig auswählen, in Textform zur Verschwiegenheit verpflichten, über die strafrechtlichen Folgen belehren und den Zugriff auf das Erforderliche beschränken.
  • Dienstleister im Ausland. Nur zulässig, wenn dort ein vergleichbarer Schutz der Geheimnisse besteht. Verarbeitung in Deutschland bzw. der EU vereinfacht diese Prüfung erheblich.
  • DSGVO zusätzlich. Neben dem Berufsrecht gilt der Datenschutz: AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO, technische und organisatorische Maßnahmen.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Stimmen Sie den Einsatz mit Ihrer Kammer und Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.

So setzt novendix.AI das um

  • Verschwiegenheitsverpflichtung. Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit nach § 203 StGB ist vertraglich geregelt.
  • Auftragsverarbeitung. AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO, bei der Buchung mit eigenem Pflichthäkchen geschlossen – einsehbar.
  • Verarbeitungsort. Plattform in einem deutschen Rechenzentrum, Sprachmodelle in Rechenzentren innerhalb der EU.
  • Kein Training, keine Speicherung beim Modellanbieter. Freigeschaltet sind nur Modelle mit vertraglich zugesicherter Zero Data Retention.
  • Funktionen mit Drittlandbezug abschaltbar. Bei Bilderzeugung, App-Verbindungen, Push-Benachrichtigungen und Websuche können Daten die EU verlassen. Für Mandatsarbeit legen Sie in Ihrer Richtlinie fest, ob diese Funktionen genutzt werden.
  • Zugriffsschutz. Zwei-Faktor-Anmeldung in allen Paketen, Projekte je Mandat mit eigener Sichtbarkeit.

Alle Details zu Hosting und Unterauftragsverarbeitern auf Datenschutz und Sicherheit.

Einsatz in Kanzlei und Steuerberatung

Schriftsatz-EntwürfeGliederung und erster Entwurf aus Ihren Stichpunkten – die rechtliche Prüfung bleibt bei Ihnen
MandantenkorrespondenzVerständliche Erklärungen komplexer Sachverhalte, im Ton Ihrer Kanzlei
Akten zusammenfassenLange Schriftwechsel und Verträge auf das Wesentliche verdichten
VertragsprüfungKlauseln markieren, die von Ihrem Muster abweichen
Steuerliche ErläuterungenBescheide und Schreiben der Finanzverwaltung für Mandanten erklären
KanzleiwissenMuster, Checklisten und interne Richtlinien als Wissen eines Assistenten

Wie Sie Muster und Checklisten als gemeinsames Wissen nutzen, steht auf Wissensmanagement mit KI.

Grenzen, die Sie kennen sollten

  • KI ersetzt keine Prüfung. Sprachmodelle können Fundstellen, Urteile und Zahlen erfinden. Jede Aussage, die nach außen geht, wird geprüft.
  • Keine automatisierten Entscheidungen. Die Verantwortung für Rat und Erklärung gegenüber dem Mandanten bleibt bei Ihnen.
  • Besondere Kategorien sparsam. Gesundheitsdaten und vergleichbar sensible Angaben nur, wenn für das Mandat erforderlich.

Checkliste vor dem Start in der Kanzlei

01

Dienstleister prüfen

Verschwiegenheitsverpflichtung, AV-Vertrag, Verarbeitungsort und Unterauftragsverarbeiter dokumentieren.

02

Kanzleiregeln festlegen

Welche Mandatsdaten in die KI dürfen, welche Funktionen abgeschaltet bleiben, wer Ergebnisse prüft.

03

Team schulen

Möglichkeiten und Grenzen, Umgang mit erfundenen Fundstellen, Pflicht zur Prüfung – das erfüllt zugleich die Schulungspflicht aus dem EU AI Act.

Die allgemeine Prüfliste für jede KI-Lösung steht auf DSGVO-konforme KI.

Häufige Fragen zu KI in Kanzlei und Steuerberatung

Dürfen Anwälte und Steuerberater KI nutzen?

Ja, wenn der Dienstleister nach § 203 StGB zur Verschwiegenheit verpflichtet ist und die berufsrechtlichen Anforderungen aus § 43e BRAO bzw. § 62a StBerG erfüllt sind. Private Gratiszugänge erfüllen das nicht.

Ist novendix.AI für Berufsgeheimnisträger geeignet?

Die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB ist vertraglich geregelt, die Plattform läuft in Deutschland, die Modelle in der EU, ohne Training und ohne Speicherung beim Modellanbieter. Ob der Einsatz in Ihrer Kanzlei passt, klären Sie mit Ihrer Kammer und Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Werden Mandantendaten zum Training verwendet?

Nein. Freigeschaltet sind nur Modelle, die vertraglich nicht mit Kundendaten trainieren und Anfragen nicht speichern.

Was kostet KI für eine Kanzlei mit zehn Berufsträgern?

Mit dem Business-Paket 10 × 35 € = 350 € im Monat zzgl. MwSt., ohne Mindestabnahme; der Onboarding-Workshop ist optional und kostet 1.800 € pauschal.

Kann ich vorher testen?

Ja, zehn Tage kostenlos und ohne Zahlungsdaten. Für den Test empfehlen wir Musterakten statt echter Mandatsdaten.

Mandatssicher testen

Zehn Tage kostenlos, mit Musterakten statt echter Mandate – und einem festen Ansprechpartner für Ihre Fragen zu § 203.




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